Was zeichnet gute Kratzbäume aus?

Die Wahl des richtigen Materials ist ausschlaggebend dafür, ob ein Kratzbaum lange lebt und die Katze Freude an ihm hat. Mit einem Billigprodukt, wie man sie z.B. öfter in Supermärkten findet, ist keinem so recht gedient:

Der Katze nicht, weil die Bezüge vielleicht chemisch behandelt sind und unangenehm riechen, weil der Kratzbaum wegen leichter Materialien oder schlechter Verarbeitung wackelt und kippt, oder weil sich die Kratzbereiche schnell in ihre Bestandteile auflösen.

Und auch dem Besitzer werden solche Kratzbäume keine Freude bereiten, wenn sie schon nach kurzer Zeit unansehnlich werden, weil die Bezüge in Fetzen herunterhängen, oder wenn die Katze das neue Möbel von vornherein nicht annimmt.

Das richtige Material für den Kratzbaum

Die Stämme sollten nicht aus Plastik oder Pressspan gefertigt sein. Hier droht die Gefahr von Brüchen, insbesondere an den Übergangsstellen. Am besten sind Vollholz-Stämme, die mittels einer soliden Verschraubung befestigt werden. Gleiches gilt für die Standplatte und die Liegeflächen. Durch die Verwendung von schwererem Material gewinnt der Kratzbaum außerdem deutlich an Stabilität.

Die Stämme sind meist mit Sisal umwickelt; manchmal kommt auch eine Kunststoff-Faser zum Einsatz. Viele Katzen nehmen die Sisal-Naturfaser besser an, sie ist zudem sehr haltbar. Besonderes Augenmerk sollte man auf die Befestigung des Sisal-Strangs legen: Ist das Ende nur mit ein wenig Klebstoff am Stamm befestigt, ist der Schaden praktisch schon vorprogrammiert. Besser ist eine mechanische Befestigung des Endes an der Stirnfläche des Stammes.

Haltbare Kratzbaum-Bezüge sind wichtig

Bei vielen Kratzbäumen bestehen die Bezüge der Standplatte und der Liegeflächen aus billigem Kunstfaser-Material. Erheblich besser ist es, wenn der Hersteller hier ausreichend dickes Teppichvelours verwendet. Das lässt sich leicht reinigen und ist so belastbar, dass bei Qualitäts-Kratzbäumen auch noch nach Jahren keinerlei Abnutzungserscheinungen auftreten.